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Wurde König Ludwig erschossen?
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| König Ludwigs II Tod in Berg am Starnberger See ist ein Geheimnis
geblieben und er wird so immer bleiben. Mehrere Erklärungen von Augenzeugen sind aber
heute zu lesen, die uns beweisen, es ist kein Selbstmord war. Der König wollte nicht
sterben. Er wurde verraten von Leuten, die sich nur um ihre persönlichen Interessen
kümmerten und die lieber ihren König töteten, als ihre Macht und Karriere zu verlieren.
Einmal schrieb Ludwig in einem seiner Briefe folgendes Zitat von Schiller, das er in
Beziehung auf sich selbst gern benutzte: "Ein ewiges Rätsel will ich bleiben, mir
und anderen" - und das Schicksal sollte diese Worte verwirklichen. |
Ist Schloss Neuschwanstein fertig gebaut worden? TOP- Anfang
Nein, absolut nicht. Die Grundsteinlegung fand am 5. September 1869 statt
und, dem Bauplan nach, sollte das Schloss 1893 fertig sein. Die Kemenate wurde erst nach
Ludwigs II Tod in vereinfachter Form gebaut, blieb aber leer wie die meisten Räume des
Schlosses. Der Kapellen-Bau, eine wunderbare Kirche als Gralstempel, geplant in der Mitte
des oberen Hofes, fehlt gänzlich. (Sein Grundriss ist noch sichtbar im Hof). Auch der
nördliche Turm ist nicht so hoch, wie er im originellen Entwurf geplant worden war.
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Gab es wirklich ein Telefon im Schloss?
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| Ja, ein wirkliches Telefon war vorhanden. Und jede mögliche
fortschrittliche Technologie der Zeit fand Verwendung. z. B. eine elektrische Ruf-Anlage,
damit es dem König möglich war, einen Diener zu seinen Gemächern zu rufen. Eine Licht
ließ den Diener wissen, woher der Anrufe kam. Auch hatte das Schloss bereits
Zentralheizung und fließendes Wasser aus einer Brunnenstube gespeist, die ca. 200 m
höher als das Schloss liegt. Die erstaunlichsten technischen Neuigkeiten sind aber in der
Küche zu sehen. Fließendes Heiß- und Kaltwasser, ein Aufzug, einen Plattenwärmer, wo
das Geschirr von der Ofenhitze erwärmt wurde und vollautomatische Drehspieße, die nach
einer Erfindung Leonardo da Vincis gebaut worden waren. |
Warum fehlt im Thronsaal der Thron?
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| Als Ludwig II plötzlich ums Leben kam, war der Thron bereits in Auftrag
gegeben worden, aber noch nicht hergestellt. Um Geld zu sparen, wurde der Auftrag
storniert. Nur einige Zeichnungen sind uns geblieben. |

Warum heiratete Ludwig nicht? Mochte er keine Frauen?
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| Doch, Ludwig II schätzte jeden Mensch, mit dem es möglich war, eine
tiefe und dauernde Freundschaft zu schließen, sei es Mann oder Frau. Was er nicht
ertragen konnte, war Untreue und Betrug. Seine Familie sowie das Volk wünschte sich,
dass
er heiratete, um dem Land einen Nachfolger zu schenken. Er konnte aber keine
"politische" Ehe akzeptieren und brach deshalb die Verlobung mit seiner Cousine
Sophie, (Herzogin in Bayern, Schwester von Sissy) die er gern hatte, aber nicht liebte.
Während seines kurzen Lebens, ist er mit vielen Frauen in sehr guten Beziehungen gewesen.
Unter denen waren Künstlerinnen, die er bewunderte, wie z. B. die ungarische
Schauspielerin Lila von Bulyowsky, Marie Dahn-Hausmann, oder die Sängerin Mathilde
Mallinger. Sein Briefwechsel mit seiner Erzieherin Sybilla Meilhaus sowie mit Cosima Wagner
unterbrach er nie. Und die Beziehung mit seiner Cousine Elisabeth (Sissi, Sissy) war
sicher die tiefste und engste, die die beiden gehabt haben dürften. |
Wie kam König Ludwig zur Entscheidung, Schloss Neuschwanstein zu bauen? TOP- Anfang
| Als Ludwig ein junger Prinz war, verbrachte er zusammen mit seinem Bruder
Otto viel Zeit, insbesondere während des Sommers aus München kommend , in seines Vaters
Schloss, Hohenschwangau bei Füssen. So wie Maximilian II (Max II ) dieses
Schloss
über den alten Ruinen einer mittelalterlichen Burg erbaut hatte, so wollte Ludwig selbst
die alten Burgruinen von Vorder- und Hinterhohenschwangau zu neuem Leben erwecken.
Während seiner langen, einsamen Ritte, erklomm er gern die hochgelegenen Burgruinen. Dort
genoss er die herrliche Sicht und träumte seine "Neue Burg". Etwa ein Jahr vor
der Grundsteinlegung schrieb Ludwig an Wagner: "Ich habe die Absicht, die alte
Burgruine Hohenschwangau bei der Pöllatschlucht neu aufbauen zu lassen im echten Stil der
alten deutschen Ritterburgen. Der Punkt ist einer der schönsten, die zu finden sind,
heilig und unnahbar". - Wer Neuschwanstein schon gesehen hat, wird sicher mit dem
König einverstanden sein! |
Inwieweit war König Ludwigs Hilfe wichtig für Wagner? TOP- Anfang
| Ohne Ludwig hätten wir heute vermutlich keinen Ring, sowie keinen
Parsifal und auch kein Bayreuth. Als der junge König Wagner zu sich rief, war der
Komponist verzweifelt. Seine Schulden waren groß. Ludwig gab ihm nicht nur riesige
Summen, damit er seine finanziellen Probleme lösen konnte, er gab ihm auch Hoffnung und
Mut. In einem seiner ersten Briefen an Wagner, schreibt Ludwig: "Die niederen Sorgen
des Alltagsleben will ich von Ihrem Haupte auf immer verscheuchen". Als Wagner . Cosima Liszt bei sich haben wollte, die mit Wagners bestem
Anhänger noch verheiratet war, tolerierte Ludwig ihre Liebesbeziehung, die die beiden
schon einigte, um seinem Meister und Freund zu helfen. Er trat sogar mit Cosima in
Briefwechsel, um die wahren Wünsche Richards besser zu erfahren. Und als Wagner entschied
sein Theater in Bayreuth statt in München zu errichten, konnte Ludwig auch darüber
hinwegschauen und gab ihm noch einmal die nötige Summe, damit er den Plan verwirklichen
konnte. Dabei hatte der König selbst schon genug Probleme seine eigenen Bauten weiter zu
finanzieren! Bereits 1865 schrieb Ludwig an Wagner prophetisch:
"Wenn wir beide längst nicht mehr sind, wird doch unser Werk noch der späteren
Nachwelt als leuchtendes Vorbild dienen, das die Jahrhunderte entzücken wird und in
Begeisterung werden die Herzen erglühen für die Kunst, die Gott-Entstammte, die ewig
lebende!" |
Hatte Ludwig gute Beziehungen zu Bismarck?
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| Ja, sicher! Selbst wenn
die zwei Männer ganz verschiedene Weltanschauungen hatten, waren sie sehr eng verbunden
und ihre Beziehung war eine echte Freundschaft. Der "Eiserne Kanzler" wollte auf
jeden Fall Ludwigs Portrait in seinem Arbeitszimmer haben. Auch Ludwig vertraute Bismarck
sein Leben lang. Als er in schwersten Nöten war, schrieb er einen seiner letzen Briefes
an Bismarck. Der König wollte seinen Rat gegen die Verräter und Bismarck gab ihn gern
und sofort. Selbst wenn sie sich nur einmal persönlich gesehen hatten (als Ludwig noch
Kronprinz war) - blieben sie doch ununterbrochen Briefpartner bis zum Tode Ludwigs.
Bismarck bewunderte den jungen König und war überzeugt, dass er das Regieren
"besser wie alle seine Minister" verstand (1883). Gegen das Ende erklärte
Bismark, den Eindruck zu haben, dass die bayerschen Minister den König
"schlachten" wollten, weil sie sich selbst nicht mehr halten könnten. |
Was hast Du im Königswinkel gefunden, das es
in keinem anderen Ort gibt ? TOP-Anfang .
| Also, hier findet man so ein unglaubliches Gleichgewicht zwischen Natur
und Kultur, das anderswo schwer zu finden ist. Wenn ich eine Reise auf eine Insel des
Pazifiks mache, weiß ich schon, das ich auch dort eine ungestörte Natur finde und das
ist angenehm, aber nach wenigen Tagen bin ich dessen überdrüssig und die Welt des
menschlichen kulturellen Reichtums und der Kultur fehlen mir schon. Wenn ich nach Rom oder
Paris fahre, genieße ich die Nähe vieler herrlicher Kunstwerke, aber dann sehne ich mich
nach der Freiheit der Natur. Hier im "Königswinkel" findet mein Geist
seine Ruhe, da eine wunderschöne Landschaft und ausgezeichnete anspruchsvolle Kultur
harmonisch sich zusammen finden. Hier sind Leib und Seele, das Sinnliches und das Geistige
in der besten harmonischen Beziehung, so dass jedes vom anderen Licht und Stärke erfährt.
Die Folge ist eine unvergessliche innerliche Ruhe. Nicht zufällig haben Könige wie
Maximilian I im 15 Jahrhundert sowie im letzten Jahrhundert Maximilian II und sein Sohn
Ludwig II, gerade diesen Flecken des heutigen Königswinkels aus ganz Bayern zu ihrem
Refugium gewählt
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Wirkt diese Harmonie auch auf die Menschen, die dort leben?" TOP-
Anfang.
| Ja, natürlich! Deswegen sind hier die meisten so freundlich und
hilfsbereit. Es gibt Ausnahmen, aber ich persönlich habe so viele positive Erfahrungen
gemacht, dass ich stundenlang Episoden erzählen könnte, wo man mir geholfen und meinen
Aufenthalt echt vergoldet hat. Nur selten trifft man hier jenen hektischen Leute der
Großstädte wie sie in fast allen Ländern zu finden sind. Man ist hier fähig, das Leben
zu genießen. Um das zu spüren, sollte man vielleicht einmal ein heimisches Brauhaus
besuchen. Alle sitzen dort freudig und unterhalten sich in ganz gemütlicher Stimmung. Man
setzt sich einfach dazu. Gutes hausgebrautes Bier und heimische Küche tun das Ihrige. |
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Wie ist hier das Essen? TOP- Anfang .
| Wunderbar! Man kann hier wirklich "königlich"
speisen. Die Gerichte von Vorspeisen bis zum Dessert sind von hoher Qualität und aus
gesunden, meist heimischen Zutaten. Die Preise sind vergleichsweise wirklich nicht teuer.
Und paradiesisch sind die Kuchen - im Geschmack wie im Anschauen - ich bin halt eine
Kuchentante! Sehr angenehm ist auch die zeitliche Freiheit, mit
der man hier speisen kann. Du kannst ein Bratwurst um 10 Uhr morgens oder Kaffee mit
Kuchen als Mittagessen bestellen und sicher sein, dass niemand Dich verurteilen oder
komisch ankucken wird. So etwas ist in Griechenland, Spanien oder in Italien unmöglich, wo
häufig die Restaurants auch erst um 21:30 öffnen. Dagegen findet man hier häufig das
Schild "durchgehend warme Küche" . Es ist ein anderer Ausdruck für das hiesige
Motto "Lebe, und las die anderen leben". |
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Warum würdest Du hier gern leben? TOP-
Anfang .
| Hier ist die Welt gemütlich und das Leben erfüllt - sei es das
gesellschaftliche oder die Beziehung mit der Natur - Sie ist echt menschlich. Wenn ich auf
Reisen bin - also entfernt von hier bin - habe ich Heimweh, da dieses eine Gegend ist, die
Dich immer wieder mit geöffneten Armen empfängt und "zu Hause" fühlen
lässt.
Die öffentliche Dienste aller Art funktionieren sehr gut und das ist auch wichtig,
damit fühlt man sich gut umsorgt und auch geschützt und sicher, anders als das was ich
da neulich auf Reisen erfahren habe. In den Läden sind die Händler immer freundlich -
zugegeben wenn auch häufig ein wenig verschlafen - mag ich doch Ihren Charme und Berufe
werden so positiv erlebt, dass man häufiger den Wunsch in sich spürt, hier das gleiche
zu tun. Ist das nicht schön? Hier erscheint das Leben würdig und sinnvoll wie schon
damals als die königlichen Herrschaften sich diesen Flecken zum Refugium schufen. |
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Kann man hier gute Fotos machen? TOP-
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| Und ob, der Königswinkel ist Fotographen-Land. Im Königswinkel kann
jeder Hobbyfotograph sein professionelles Ergebnis haben. Die Landschaft, die Häuser, die
Königsschlosser bieten so viele herrlichen Motive an, dass jedes Foto die
Chance hat ein
Meisterwerk zu werden. Und es ist nicht wie oft und in den meisten Ländern
wetterabhängig !! Es gibt viele Orte, die sehr schön sind, aber nur wenn die Sonne
scheint. Hier im Königswinkel habe ich im Nebel noch schönere Bilder als in der grellen
Sonnenlicht der Toskana gemacht. Und dasselbe gilt für die Jahreszeiten. Im Winter ist
die Landschaft sogar schöner als im Sommer, und wenn man an die Blumenwiese des
Frühlings oder and die Farben des Herbsts denkt, ist es nicht einfach zu entscheiden, was
am schönsten ist. |
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