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Ludwig II von Bayern .Inhalt       > Home <
. Bücher über den Königswinkel, Ludwig II und seine Schlösser
 

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Wurde König Ludwig erschossen ?
Ist Schloss Neuschwanstein fertig gebaut worden ?
Gab es wirklich ein Telefon im Schloss?
Warum fehlt im Thronsaal der Thron ?
Warum heiratete Ludwig nicht? 
Mochte er keine Frauen ?
Wie kam König Ludwig zur Entscheidung, Schloss Neuschwanstein zu bauen ?
Inwieweit war König Ludwigs Hilfe wichtig für Wagner ?
Hatte Ludwig gute Beziehungen zu Bismarck ?
Was hast Du im Königswinkel gefunden,das es in keinem anderen Ort gibt ?
Wirkt diese Harmonie auch auf die Menschen die dort leben ?
Wie ist hier das Essen ?
Warum würdest Du hier gern leben ? 
Kann man hier gute Fotos machen ?


Wurde König Ludwig erschossen?              TOP- Anfang 

König Ludwigs II  Tod in Berg am Starnberger See ist ein Geheimnis geblieben und er wird so immer bleiben. Mehrere Erklärungen von Augenzeugen sind aber heute zu lesen, die uns beweisen, es ist kein Selbstmord war. Der König wollte nicht sterben. Er wurde verraten von Leuten, die sich nur um ihre persönlichen Interessen kümmerten und die lieber ihren König töteten, als ihre Macht und Karriere zu verlieren. Einmal schrieb Ludwig in einem seiner Briefe folgendes Zitat von Schiller, das er in Beziehung auf sich selbst gern benutzte: "Ein ewiges Rätsel will ich bleiben, mir und anderen" - und das Schicksal sollte diese Worte verwirklichen.

  


Ist Schloss Neuschwanstein fertig gebaut worden?           TOP- Anfang 

Nein, absolut nicht. Die Grundsteinlegung fand am 5. September 1869 statt und, dem Bauplan nach, sollte das Schloss 1893 fertig sein. Die Kemenate wurde erst nach Ludwigs II Tod in vereinfachter Form gebaut, blieb aber leer wie die meisten Räume des Schlosses. Der Kapellen-Bau, eine wunderbare Kirche als Gralstempel, geplant in der Mitte des oberen Hofes, fehlt gänzlich. (Sein Grundriss ist noch sichtbar im Hof). Auch der nördliche Turm ist nicht so hoch, wie er im originellen Entwurf geplant worden war. 
 

  


Gab es wirklich ein Telefon im Schloss?                TOP- Anfang   

Ja, ein wirkliches Telefon war vorhanden. Und jede mögliche fortschrittliche Technologie der Zeit fand Verwendung. z. B. eine elektrische Ruf-Anlage, damit es dem König möglich war, einen Diener zu seinen Gemächern zu rufen. Eine Licht ließ den Diener wissen, woher der Anrufe kam. Auch hatte das Schloss bereits Zentralheizung und fließendes Wasser aus einer Brunnenstube gespeist, die ca. 200 m höher als das Schloss liegt. Die erstaunlichsten technischen Neuigkeiten sind aber in der Küche zu sehen. Fließendes Heiß- und Kaltwasser, ein Aufzug, einen Plattenwärmer, wo das Geschirr von der Ofenhitze erwärmt wurde und vollautomatische Drehspieße, die nach einer Erfindung Leonardo da Vincis gebaut worden waren. 

  


Warum fehlt im Thronsaal der Thron?              TOP- Anfang   

Als Ludwig II plötzlich ums Leben kam, war der Thron bereits in Auftrag gegeben worden, aber noch nicht hergestellt. Um Geld zu sparen, wurde der Auftrag storniert. Nur einige Zeichnungen sind uns geblieben. 

 


Warum heiratete Ludwig nicht? Mochte er  keine Frauen?          TOP- Anfang   

Doch, Ludwig II schätzte jeden Mensch, mit dem es möglich war, eine tiefe und dauernde Freundschaft zu schließen, sei es Mann oder Frau. Was er nicht ertragen konnte, war Untreue und Betrug. Seine Familie sowie das Volk wünschte sich, dass er heiratete, um dem Land einen Nachfolger zu schenken. Er konnte aber keine "politische" Ehe akzeptieren und brach deshalb die Verlobung mit seiner Cousine Sophie, (Herzogin in Bayern, Schwester von Sissy) die er gern hatte, aber nicht liebte. Während seines kurzen Lebens, ist er mit vielen Frauen in sehr guten Beziehungen gewesen. Unter denen waren Künstlerinnen, die er bewunderte, wie z. B. die ungarische Schauspielerin Lila von Bulyowsky, Marie Dahn-Hausmann, oder die Sängerin Mathilde Mallinger. Sein Briefwechsel mit seiner Erzieherin Sybilla Meilhaus sowie mit Cosima Wagner unterbrach er nie. Und die Beziehung mit seiner Cousine Elisabeth (Sissi, Sissy) war sicher die tiefste und engste, die die beiden gehabt haben dürften.

 


Wie kam König Ludwig zur Entscheidung, Schloss Neuschwanstein zu bauen? TOP- Anfang 

Als Ludwig ein junger Prinz war, verbrachte er zusammen mit seinem Bruder Otto viel Zeit, insbesondere während des Sommers aus München kommend , in seines Vaters Schloss, Hohenschwangau bei Füssen.  So wie Maximilian II (Max II ) dieses Schloss über den alten Ruinen einer mittelalterlichen Burg erbaut hatte, so wollte Ludwig selbst die alten Burgruinen von Vorder- und Hinterhohenschwangau zu neuem Leben erwecken. Während seiner langen, einsamen Ritte, erklomm er gern die hochgelegenen Burgruinen. Dort genoss er die herrliche Sicht und träumte seine "Neue Burg". Etwa ein Jahr vor der Grundsteinlegung schrieb Ludwig an Wagner: "Ich habe die Absicht, die alte Burgruine Hohenschwangau bei der Pöllatschlucht neu aufbauen zu lassen im echten Stil der alten deutschen Ritterburgen. Der Punkt ist einer der schönsten, die zu finden sind, heilig und unnahbar". - Wer Neuschwanstein schon gesehen hat, wird sicher mit dem König einverstanden sein!

 


Inwieweit war König Ludwigs Hilfe wichtig für Wagner?       TOP- Anfang 

Ohne Ludwig hätten wir heute vermutlich keinen Ring, sowie keinen Parsifal und auch kein Bayreuth. Als der junge König Wagner zu sich rief, war der Komponist verzweifelt. Seine Schulden waren groß. Ludwig gab ihm nicht nur riesige Summen, damit er seine finanziellen Probleme lösen konnte, er gab ihm auch Hoffnung und Mut. In einem seiner ersten Briefen an Wagner, schreibt Ludwig: "Die niederen Sorgen des Alltagsleben will ich von Ihrem Haupte auf immer verscheuchen". Als Wagner . Cosima Liszt bei sich haben wollte, die mit Wagners bestem Anhänger noch verheiratet war, tolerierte Ludwig ihre Liebesbeziehung, die die beiden schon einigte, um seinem Meister und Freund zu helfen. Er trat sogar mit Cosima in Briefwechsel, um die wahren Wünsche Richards besser zu erfahren. Und als Wagner entschied sein Theater in Bayreuth statt in München zu errichten, konnte Ludwig auch darüber hinwegschauen und gab ihm noch einmal die nötige Summe, damit er den Plan verwirklichen konnte. Dabei hatte der König selbst schon genug Probleme seine eigenen Bauten weiter zu finanzieren!

Bereits 1865 schrieb Ludwig an Wagner prophetisch:

"Wenn wir beide längst nicht mehr sind, wird doch unser Werk noch der späteren Nachwelt als leuchtendes Vorbild dienen, das die Jahrhunderte entzücken wird und in Begeisterung werden die Herzen erglühen für die Kunst, die Gott-Entstammte, die ewig lebende!" 

 


Hatte Ludwig gute Beziehungen zu Bismarck?       TOP- Anfang

Ja, sicher! Selbst wenn die zwei Männer ganz verschiedene Weltanschauungen hatten, waren sie sehr eng verbunden und ihre Beziehung war eine echte Freundschaft. Der "Eiserne Kanzler" wollte auf jeden Fall Ludwigs Portrait in seinem Arbeitszimmer haben. Auch Ludwig vertraute Bismarck sein Leben lang. Als er in schwersten Nöten war, schrieb er einen seiner letzen Briefes an Bismarck. Der König wollte seinen Rat gegen die Verräter und Bismarck gab ihn gern und sofort. Selbst wenn sie sich nur einmal persönlich gesehen hatten (als Ludwig noch Kronprinz war) - blieben sie doch ununterbrochen Briefpartner bis zum Tode Ludwigs. Bismarck bewunderte den jungen König und war überzeugt, dass er das Regieren "besser wie alle seine Minister" verstand (1883). Gegen das Ende erklärte Bismark, den Eindruck zu haben, dass die bayerschen Minister den König "schlachten" wollten, weil sie sich selbst nicht mehr halten könnten. 

 


Was hast Du im Königswinkel gefunden, das es in keinem anderen Ort gibt ?     TOP-Anfang . 

Also, hier findet man so ein unglaubliches Gleichgewicht zwischen Natur und Kultur, das anderswo schwer zu finden ist. Wenn ich eine Reise auf eine Insel des Pazifiks mache, weiß ich schon, das ich auch dort eine ungestörte Natur finde und das ist angenehm, aber nach wenigen Tagen bin ich dessen überdrüssig und die Welt des menschlichen kulturellen Reichtums und der Kultur fehlen mir schon. Wenn ich nach Rom oder Paris fahre, genieße ich die Nähe vieler herrlicher Kunstwerke, aber dann sehne ich mich nach der Freiheit der Natur. Hier im "Königswinkel" findet mein Geist seine Ruhe, da eine wunderschöne Landschaft und ausgezeichnete anspruchsvolle Kultur harmonisch sich zusammen finden. Hier sind Leib und Seele, das Sinnliches und das Geistige in der besten harmonischen Beziehung, so dass jedes vom anderen Licht und Stärke erfährt. Die Folge ist eine unvergessliche innerliche Ruhe. Nicht zufällig haben Könige wie Maximilian I im 15 Jahrhundert sowie im letzten Jahrhundert Maximilian II und sein Sohn Ludwig II, gerade diesen Flecken des heutigen Königswinkels aus ganz Bayern zu ihrem Refugium gewählt …

  

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Wirkt diese Harmonie auch auf die Menschen, die dort leben?"            TOP- Anfang. 

Ja, natürlich! Deswegen sind hier die meisten so freundlich und hilfsbereit. Es gibt Ausnahmen, aber ich persönlich habe so viele positive Erfahrungen gemacht, dass ich stundenlang Episoden erzählen könnte, wo man mir geholfen und meinen Aufenthalt echt vergoldet hat. Nur selten trifft man hier jenen hektischen Leute der Großstädte wie sie in fast allen Ländern zu finden sind. Man ist hier fähig, das Leben zu genießen. Um das zu spüren, sollte man vielleicht einmal ein heimisches Brauhaus besuchen. Alle sitzen dort freudig und unterhalten sich in ganz gemütlicher Stimmung. Man setzt sich einfach dazu. Gutes hausgebrautes Bier und heimische Küche tun das Ihrige.

 

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Wie ist hier das Essen?                                 TOP- Anfang . 

Wunderbar! Man kann hier wirklich "königlich" speisen. Die Gerichte von Vorspeisen bis zum Dessert sind von hoher Qualität und aus gesunden, meist heimischen Zutaten. Die Preise sind vergleichsweise wirklich nicht teuer. Und paradiesisch sind die Kuchen - im Geschmack wie im Anschauen - ich bin halt eine Kuchentante!

Sehr angenehm ist auch die zeitliche Freiheit, mit der man hier speisen kann. Du kannst ein Bratwurst um 10 Uhr morgens oder Kaffee mit Kuchen als Mittagessen bestellen und sicher sein, dass niemand Dich verurteilen oder komisch ankucken wird. So etwas ist in Griechenland, Spanien oder in Italien unmöglich, wo häufig die Restaurants auch erst um 21:30 öffnen. Dagegen findet man hier häufig das Schild "durchgehend warme Küche" . Es ist ein anderer Ausdruck für das hiesige Motto "Lebe, und las die anderen leben".

  

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Warum würdest Du hier gern leben?                  TOP- Anfang . 

Hier ist die Welt gemütlich und das Leben erfüllt - sei es das gesellschaftliche oder die Beziehung mit der Natur - Sie ist echt menschlich. Wenn ich auf Reisen bin - also entfernt von hier bin - habe ich Heimweh, da dieses eine Gegend ist, die Dich immer wieder mit geöffneten Armen empfängt und "zu Hause" fühlen lässt.

Die öffentliche Dienste aller Art funktionieren sehr gut und das ist auch wichtig, damit fühlt man sich gut umsorgt und auch geschützt und sicher, anders als das was ich da neulich auf Reisen erfahren habe. In den Läden sind die Händler immer freundlich - zugegeben wenn auch häufig ein wenig verschlafen - mag ich doch Ihren Charme und Berufe werden so positiv erlebt, dass man häufiger den Wunsch in sich spürt, hier das gleiche zu tun. Ist das nicht schön? Hier erscheint das Leben würdig und sinnvoll wie schon damals als die königlichen Herrschaften sich diesen Flecken zum Refugium schufen.

 

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Kann man hier gute Fotos machen?                                     TOP- Anfang . 

Und ob, der Königswinkel ist Fotographen-Land. Im Königswinkel kann jeder Hobbyfotograph sein professionelles Ergebnis haben. Die Landschaft, die Häuser, die Königsschlosser bieten so viele herrlichen Motive an, dass jedes Foto die Chance hat ein Meisterwerk zu werden. Und es ist nicht wie oft und in den meisten Ländern wetterabhängig !! Es gibt viele Orte, die sehr schön sind, aber nur wenn die Sonne scheint. Hier im Königswinkel habe ich im Nebel noch schönere Bilder als in der grellen Sonnenlicht der Toskana gemacht. Und dasselbe gilt für die Jahreszeiten. Im Winter ist die Landschaft sogar schöner als im Sommer, und wenn man an die Blumenwiese des Frühlings oder and die Farben des Herbsts denkt, ist es nicht einfach zu entscheiden, was am schönsten ist.

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